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Studium und Lehre

Das Lehrangebot im Fachbereich Netzwerkökonomie behandelt die Netzwerk- oder Infrastrukturindustrien der Wirtschaft: Telekommunikation, Verkehr, Energie u.a. Diese Branchen sind gekennzeichnet durch enge Verflechtungen und gegenseitige Abhängigkeiten von Infrastruktur-betreibern und Infrastrukturnutzern sowie – aufgrund ihrer Bedeutung und der in Netzwerkindustrien eingeschränkten Funktionsfähigkeit von Märkten – des Staates, der Öffentlichkeit und der Regulierungsbehörden. Die Studenten sollen ein Verständnis des Funktionierens dieser Sektoren und der politischen Handlungsoptionen bekommen.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester

Wettbewerb in Netzen (Mitusch)

Netzwerkindustrien bilden mit ihren Infrastrukturen das Rückgrat moderner Volkswirtschaften. Hierzu zählen u.a. die Verkehrs-, Versorgungs- oder Kommunikationssektoren. Die Vorlesung Netzwerkökonomie stellt die ökonomischen Grundlagen und Herausforderungen von Netzwerkindustrien dar. Dazu verbindet sie Elemente der Industrieökonomik und der Wirtschaftspolitik (sektorale Staatseingriffe). Ausgehend vom Begriff des „natürlichen Monopols“ werden die Themen der Infrastrukturpreise und -finanzierung, der Regulierungsnotwendigkeit und der vertikalen Sektororganisation (Netzzugang und „Integration vs. Trennung“) behandelt. Netzwerksektoren sind zudem durch komplexe Interaktionen charakterisiert, die anhand des Straßenverkehrs und der Elektrizitätsnetze illustriert werden. Die Vorlesung wird durch zahlreiche praktische Beispiele illustriert und abgerundet.

 

Telekommunikations- und Internetökonomie (Mitusch)

Unter den Netzwerksektoren ist der Telekommunikations- und Internetsektor der dynamischste und vielfältigste. Probleme eines natürlichen Monopols gibt es immer noch in Teilbereichen. Daneben findet Wettbewerb sowohl auf der Dienste-Ebene, als auch auf der Infrastruktur-Ebene statt. Beide Ebenen sind zudem durch vertikale Qualitätsdifferenzierungen und hohe Technologiedynamik charakterisiert. Wie soll also die Regulierung dieses Sektors aussehen? Wie sollten Telefon- und Internetanbieter die gegenseitigen Netzzugangspreise festlegen und wie lassen sich Anreize für den Infrastrukturausbau setzen? Das Internet ist ein freier Markt par excellence, da jedermann ohne große Eintrittskosten Internetdienste anbieten und so leicht weltweit Kunden erreichen kann. Wieso kann dann aber eine Firma wie ebay den Markt für Internet-Auktionsplattformen so stark dominieren? Um diese und weitere Fragen zu klären werden die Ursachen für Marktkonzentration im Internet ebenso untersucht wie die Wettbewerbsimplikationen der Next Generations Networks.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester

Regulierungstheorie und –praxis (Mitusch)

In Netzwerkindustrien - wie die Verkehrs-, Versorgungs- oder Kommunikationsbranchen - versagen oft in bestimmten kritischen Bereichen die Kräfte des Wettbewerbs, so dass Monopole entstehen. Um dem Monopolisten nicht völlig freie Hand zu geben, wird er in seiner Preisbildung von einer Regulierungsbehörde, in Deutschland die Bundesnetzagentur, reguliert. Die Formen der Regulierung und das Tauziehen zwischen reguliertem Unternehmen und Regulierer stehen im Vordergrund dieser Veranstaltung.

 

Transportökonomie (Mitusch/ Szimba)

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Verkehrsökonomie: Wie entwickeln sich Nachfrage und Angebot nach Verkehrsdienstleistungen (inkl. selbst erzeugten Transporten)? Wie wird Verkehrsnachfrage empirisch analysiert? Wie sieht es mit den externen Effekten aus? Wie werden Verkehrsinfrastrukturprojekte bewertet und entschieden? Was ist Verkehrspolitik? Welche ökonomischen Eigenschaften charakterisieren die unterschiedlichen Verkehrsmodi? Welche Kostenstrukturen treten auf der Infrastrukturebene und auf der Dienstebene auf? Welche Konsequenzen für die Preisbildung ergeben sich? Wie ist der Wettbewerb zwischen Verkehrsmodi und der innerhalb der Modi zu beurteilen? Wie und zu welchem Zweck wird Verkehrsmodellierung gemacht?

 

Advanced Topics in Economic Theory (Mitusch/ Puppe/ Hillebrand)

The focus of this course is on the modern theory of general equilibrium and information economics. The course is divided into two parts. The first part begins by presenting the microeconomic foundations of general equilibrium theory as introduced in Debreu ("Theory of Value", 1959) and Hildenbrand/Kirman ("Equilibrium Analysis",1988). This is followed by an extension to so-called dynamic general equilibrium models possessing an explicit time structure with a particular focus on the class of overlapping generations economies. The latter play an important role in modern macroeconomic theory. The second part of the course deals with asymmetric information and introduces the basic models based on Akerlof's "Market for Lemons“. The course is largely based on the textbook "Microeconomic Theory" (Chapters 1-5, 10, 13-20) by A.Mas-Colell, M.D.Whinston, and J.R.Green.

 

Regelmäßig angebotene Seminare

Unter dem Veranstaltungstitel „Seminar zur Netzwerkökonomie“ wird jedes Semester ein Seminar mit einem Schwerpunktthema aus der Netzwerkökonomie angeboten. Informationen zu den kommenden Seminarthemen werden gegen Ende des vorherigen Semesters bekanntgegeben.

Die Forschungsgruppe Personenverkehr bietet des Weiteren regelmäßig ein Seminar zur Verkehrsplanung und -modellierung an.

Die Zukunft des Internets und des Transports angesichts neuer Technologieentwicklungen (Sommersemester 2017) Ausschreibung

Lehrangebot um Kombinationsmöglichkeiten im Überblick

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